Ich absolvierte vom 20.10.2025 bis 24.10.2025 ein Praktikum in der Einrichtung Kita Motte in Ottensen.

Mein Praktikum in der Motte hat sich von Anfang ganz anders prĂ€sentiert als die anderen Praktika zuvor. Trotz krankheitsbedingter AusfĂ€lle im Team, war der Ablauf im Alltag sehr entspannt und die Kinder standen immer an erster Stelle. Das Team hat sehr intensiv miteinander kommuniziert und alle haben zusammengearbeitet. Es gibt klare Regeln und Konzepte an die sich alle halten und die Kinder werden umfassend zur SelbststĂ€ndigkeit erzogen, was sich sehr positiv im Alltag bemerkbar macht. Die Erzieher machen Angebote und geben eine grobe Tagesstruktur vor, aber halten sich ansonsten, soweit es der Rahmen und das Alter der Kinder es zulĂ€sst, zurĂŒck und legen Wert darauf, dass die Kinder eigenstĂ€ndig mit Herausforderungen umgehen und sich ggf. Hilfe holen wenn sie diese brauchen. Das wiederum schafft FreirĂ€ume fĂŒr pĂ€dagogische Arbeit und Kommunikation im Team was sich Ă€ußerst positiv auf das Gesamtklima in der Kita auswirkt.

Alles hat Methode in der Motte, z.B. das Essen. Hier ist alles komplett um die BedĂŒrfnisse der Kinder herum konzipiert. Es gibt keine festgelegten Gerichte, sondern immer einzelne Komponenten wie Reis, Mais, Nudeln, Sauce, Brokkoli und vielles mehr, was in kleinen Portionen an die Kinder verteilt wird. So kann jedes Kind die Lebensmittel wĂ€hlen, die es gerne mag und bekommt gleichzeitig jeden Tag die Möglichkeit neue und andere Dinge auszuprobieren ohne das sie sich zu sehr darauf festlegen mĂŒssen. Das hat zur Folge, dass fast alle Kinder auch sonst problematische Gerichte wie Sauerkraut oder Champions zu großen Teilen sehr gerne essen und am Ende kaum etwas weggeworfen werden muss.

WĂ€hrend die Kinder essen, kann sich auch das Team an den Gerichten bedienen und im Wechsel machen die Mitarbeiter Mittagspause und nutzen die Zeit sich auszutauschen. So wird sichergestellt, dass alle versorgt sind und man nochmal eine weitere Gelegenheit hat die vergangenen Ereignisse und den noch anstehenden Rest des Tages zu besprechen und zu planen.

Die Kinder sind auch angehalten, ihr Spielzeug wieder aufzurĂ€umen wenn sie mit etwas nicht mehr spielen wollen, bevor sie mit dem nĂ€chsten Spiel beginnen und das funktioniert erstaunlich gut. Die Kinder erinnern sich gegenseitig daran aufzurĂ€umen und helfen auch anderen Kindern damit diese schneller wieder fĂŒr andere Dinge zur VerfĂŒgung stehen.

NatĂŒrlich ist auch in der Motte nicht alles perfekt, Kinder testen trotz allem ihre Grenzen und die der Erzieher. Und auch im Team gibt es hin und wieder Spannungen. Aber all diese Dinge werden meist direkt oder zeitnah adressiert und es wird fast immer eine Lösung gefunden um die Situation fĂŒr alle besser zu machen.

Alles in allem kann ich sagen, dass meine Erfahrung in der Motte sehr positiv war und ich beeindruckt bin von der pĂ€dagogischen Leistung die das Team jeden Tag vollbringt. Ich habe direkt mein Interesse bekundet mein Anerkennungsjahr dort zu absolvieren und die Kitaleitung hat großes Interesse gezeigt.