Ich hatte mich für die Ferienbetreuung des Gymnasiums Allee und Gymnasium Altona beworben und wurde daraufhin an das Jugendcafé Altona Altstadt verwiesen, die die Ferienbetreuung für die umliegenden Schulen ausrichten. Im Vorfeld habe ich eine Hospitation von ca. 3 Stunden gemacht, allerdings im Nachmittagsbetrieb in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dort habe ich in erster Linie die Einrichtung und die Mitarbeiter kurz kennengelernt. Es war auch eine Gelegenheit für die Leitung und die Zuständigen Mitarbeiter und natürlich auch mich selber, uns kennen zu lernen und um eine Einschätzung treffen zu können, ob ich für ein Praktikum in Frage komme. Das war sehr erfolgreich und wir sind schnell übereingekommen, dass wir in dem Rahmen gerne zusammenarbeiten würden. Das Praktikum verlief sehr entspannt und hat mir einen guten, wenn auch etwas weniger alltagstauglichen Einblick in die Arbeit mit Kindern in der Sekundarstufe 1 gegeben. Von ca. 25 angemeldeten Kindern waren im Schnitt 10 pro Tag anwesend. Die Schüler kamen hauptsächlich aus den umliegenden Gymnasien. Neben einem reichhaltigen Angebot vor Ort, gab es noch ein paar über die Woche verteilte Aktivitäten die außerhalb stattgefunden haben. Vor Ort konnte man z.B. Billard, Tischfussball und Tischtennis spielen. Es gab Material um auf dem Platz vor der Einrichtung z.B. Fussball zu spielen und Skateboard zu fahren. Zusätzlich gab es einige Gesellschaftsspiele, Materialien zum Malen, ein großes Sortiment an Bügelperlen, Bücher, Musikinstrumente (in einem separaten Musikraum), einen Ruheraum und auch sehr stark reglementiert die Möglichkeit für einen kurzen Zeitraum Playstation zu spielen. Die Kinder konnten größtenteils selbst entscheiden welche Angebote sie wahrnehmen wollten und auch entscheiden ob sie z.B. an den externen Angeboten teilnehmen möchten. Direkt neben dem JuCa Altona ist ein kleiner Skatepark und auf bitten der Schüler, haben wir einen Vormittag dort verbracht und die Kinder konnten ihre Fähigkeiten mit Skateboards auf die Probe stellen. Es war sehr deutlich, dass die Kinder einen starken Drang hatten sich zu bewegen, sich auszuprobieren und ihre Grenzen zu testen und einige konnten garnicht genug bekommen und hätten am liebsten den ganzen Tag dort verbracht. Zwei Tage des Praktikums haben wir ein Angebot von 105 Viertel wahrgenommen. Diese haben uns eine Makerwerkstatt zur Verfügung gestellt in der wir unter Anleitung 3D Drucke anfertigen konnten, kleine elektronische Bauteile löten könnten oder einfach mit verschiedenen Materialien Dinge herstellen konnten. Dort haben wir mit 2 Erziehern in Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter von 105 Viertel den Kindern mit Rat und Tat zur Seite gestanden und ihnen dabei geholfen die Computer zu bedienen, 3D Modelle für den Druck auszusuchen oder sogar selber zu erstellen und bei der Bedienung der Lötstationen geholfen. Aufgrund meines recht umfangreichen technischen Hintergrunds konnte ich auch in IT- und Infrastrukturfragen und -problemen intensiv beraten und helfen. Beim Löten konnte ich den Kindern ebenso zur Seite stehen. Desweiteren hatten haben wir einen Ausflug ins Mindways 3D TrickArt Museum in der Hamburger Innenstadt unternommen. Dort können die Kinder sich selbst in verschiedenen, auf den Boden und die Wände gemalten Kulissen in Szene setzen indem sie aus einer bestimmten Perspektive Fotos von den Kulissen machen und auf diesen Fotos dann der Eindruck entsteht, als wären sie z.B. im Maul eines Dinosauriers oder in einem riesigen Buddelschiff gefangen. Das hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht, nicht zuletzt, weil sie sich explizit mit ihren eigenen Telefonen gegenseitig fotografieren und in Szene setzen konnten und damit eine Erinnerung mit nach Hause nehmen oder per Social Media teilen konnten. Am letzten Tag des Praktikums haben wir mit den Kindern einen Film geschaut. Der Abschied war sehr herzlich und mir wurde deutlich gemacht, dass ich im Juca jederzeit willkommen bin.