Das Praktikum fand statt vom 10.03.2025 bis 14.03.2025, in der Einrichtung JuCa, Jugendcafé Altona Altstadt
1. Phase: Wahrnehmen und Erleben
Mögliche Schwerpunkte: Welche Vorstellung habe ich von der Einrichtung / des Arbeitsfeldes? Was ich bereits über die Einrichtung und das Arbeitsfeld weiß
Das JuCa, Jugendcafé Altona Altstadt ist eigentlich eine Kinder und Jugendeinrichtung, kurz ein Jugendtreff für alle zwischen 8-25 Jahren. In den Hamburger Schulferien richtet das JuCa auch die Ferienbetreuung für die umliegenen Gymnasien aus. So bin ich eigentlich auch auf die Einrichtung aufmerksam geworden.
Mich interessiert es vor allem mal mit Kindern jenseits des Elementarbereiches zu arbeiten. Dazu hatte ich abseits meiner eigenen Kinder noch keine ernsthaften Gelegenheiten. Vor allem die neuen Möglichkeiten die sich dadurch auch kognitiv bieten reizen mich und ich bin gespannt mit welchen Herausforderungen ich konfrontiert werde, freue mich aber natürlich mehr auf die neuen Möglichkeiten die sich dadurch ergeben.
2. Phase: Verstehen und Analysieren
Welche Arbeitshypothesen lassen sich aus meinem Vorwissen bilden?
Ich gehe davon aus, dass ältere Kinder deutlich selbstständiger sind und kognitiv anspruchsvollere Angebote annehmen können als z.B. im Krippen- und Elementarbereich.
Ich vermute, dass ich für die Beziehungsgestaltung mit Kindern andere Strategien brauche, zum Beispiel klarere Absprachen und auch zum Thema professionelle Distanz, als ich es aus der Kita kenne.
Ich denke, dass eine Einrichtung, die sich jenseits des Kitabereichs bewegt, sehr unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse abdecken muss. Das erfordert vermutlich etwas mehr Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf verschiedene Alters- und Entwicklungsstufen einzustellen.
Das Programm ist bereits klar geplant und vorgegeben, aber vielleicht ist es möglich, dass ich trotzdem komplexere Projekte als in der Kita entwickeln kann und tiefere Gespräche führen kann. Das wäre auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.
Ich gehe davon aus, dass ich von den Kindern sehr viel lernen kann, durch Einblicke in ihre Lebenswelt, ihre Kompetenzen oder ihren Umgang mit aktuellen Themen und Trends. Ich bin immerhin schon ziemlich alt.
3. Phase: Entscheiden und Planen
Welche Ziele ergeben sich und warum? Welche Methoden könnte ich einsetzen? Welche Prinzipien werde ich berücksichtigen? Welche Handlungsfelder aus dem Qualifaktionsprofil (WiffWürfel) werde ich gerne kennenlernen?
Kinder in ihrer Lebenswelt verstehen und Beziehungen entwickeln
Die neue Altersgruppe ergibt ganz neue Beobachtungsgelegenheiten um herauszufinden, was sie bewegt und wie sie miteinander umgehen. Und natürlich auch neue Möglichkeiten mit ihnen zu sprechen, Vertrauen aufzubauen.
Prozesse unterstützen und fördern
Ganz grob könnte ich mir vorstellen, dass ich schaue, wo die Kinder Hilfe brauchen und was sie bereits können. Darauf basierend könnte ich mir keine Angebote ausdenken, mit denen sie Neues lernen und ihre Fähigkeiten ausbauen können, soweit es der Rahmen überhaupt erlaubt.
Gruppenpädagogisch handeln
Da die Kinder aus unterschiedlichen Schulen kommen und damit vermutlich eine recht heterogene Gruppe bilden, könnte ich das Miteinander der Kinder durch gemeinsame Spiele oder Angebote fördern. Es wird vermutlich auch zu Konfliktsituationen kommen, bei denen ich helfen kann diese friedlich zu lösen und so als Gruppe etwas mehr zusammenzuwachsen. Vielleicht.
Mit Eltern und Bezugspersonen zusammenarbeiten
Hier habe ich absolut keine Vorstellung inwieweit es überhaupt Kontakt zu Personen aus dem Umfeld der Kinder gibt. In der Altersgruppe kann es gut sein, dass die Kinder sehr autonom unterwegs sind und man die Eltern oder andere Bezugspersonen garnicht kennenlernt. Und auch die größe der Gruppe ist mir nicht bekannt weswegen ich nicht einschätzen kann wieviele Bezugspersonen potentiell auftauchen könnten.
Institution und Team entwickeln
Ich werde natürlich versuchen meine Beobachtungen im Team zu besprechen und werde auch versuchen zusammen mit den Kolleg:innen zu überlegen, wie man die Arbeit weiter verbessern könnte sofern das in dem kurzen Zeitraum überhaupt möglich ist. Auf jeden Fall werde ich sicherlich gute Einblicke in die Zusammenarbeit des Teams bekommen die mir im zumindest Ideen und ein besseres Verständnis vermitteln könnten.
In Netzwerken kooperieren und Übergänge gestalten
Ich bin mal gespannt inwiefern das Jugendzentrum mit den Schulen zusammen arbeitet und ob ggf. auch Fachkräfte aus diesen mit dabei sein werden. Auf jeden Fall kann ich meine Teamkollegen dazu befragen um auch da einen besseren Einblick in die Vorgänge und Strukturen zu bekommen.
4. Phase: Umsetzen und Interagieren
Was muss ich bei der Umsetzung beachten? Welche Umgebung brauche ich? Was muss ich mit Blick auf die Adressat:innen und Beteiligten beachten?
Eigentlich nur, dass ich mich auf komplettem Neuland bewege und keine Ahnung habe was auf mich zukommt. Auf jeden Fall werde ich es mit Kindern zu tun haben die sehr viel fähiger sind als ich es aus der Kita kenne.
5. Phase: Reflektieren und Evaluieren
Wie überprüfe ich die Wirksamkeit meines geplanten Handelns?
Indem ich meine geplantes Handeln mit meinen realen Erfahrungen abgleiche, diese auch bei Gelegenheit mit dem Team bespreche. Und ich kann natürlich reflektieren was mich jetzt, während und nach dem Praktikum beschäftigt.