Ich absolvierte vom 11.08.2025 bis 28.08.2025 ein Praktikum in der Elementargruppe „Eichhörnchen“ in der Einrichtung Elbkinder Kita Eulenstraße. In den ersten Tagen lernte ich die Gruppe und die Abläufe kennen und knüpfte schnell Beziehungen zu den Kindern. Einzelne Kinder suchten sehr intensiv Kontakt zu mir, forderten mich häufig zum Spielen auf und zeigten ein starkes Bedürfnis nach Nähe. Einen großen Teil der Zeit verbrachten wir im Gruppenraum und, wenn möglich im Hof, wo ich mit den Kindern im Sand spielte, Verstecken spielte und Bewegungsangebote begleitete. Auffällig war wiederholt, dass die räumlichen Möglichkeiten im Gruppenraum den Bewegungsdrang der Kinder nur begrenzt auffangen konnten und sich Spannung schnell aufbaute, wenn viele Kinder gleichzeitig drinnen waren. Der Personalschlüssel war auch suboptimal und hat dazu geführt, dass bereits bei einem/einer kranken Kolleg:in die Betreuung sich schon sehr schwierig gestaltete.
Im Verlauf der Woche erlebte ich sowohl spontane, niedrigschwellige Angebote als auch mehrere Ausflüge. Auf Bitte meiner Anleiterin plante ich kurzfristig ein kleines Innenraumangebot und baute mit den Kindern Lego. In angespannten Situationen nahm ich eine Teilgruppe mit nach draußen, was die Lage deutlich entspannte. Weitere Erfahrungen sammelte ich bei Ausflügen, unter anderem zum Projektcircus Quaiser und später zum Apfelhof im Alten Land. Besonders positiv erlebte ich den Apfelhof: Die Kinder waren hochmotiviert, pflückten eifrig und durften am Ende selbst gepflückte Äpfel mit nach Hause nehmen. Andere Besorgungs-Ausflüge (Ikea, Baumarkt) wirkten dagegen aus Kindersicht weniger sinnvoll gestaltet, weil die Kinder wenig beteiligt waren und zeitweise eher warten mussten.
Ein sehr prägendes Erlebnis war eine Kinderschutz-Situation: Ein Kind berichtete von belastenden Erfahrungen im Elternhaus und zeigte deutliche Angstreaktionen. Das Team war bereits sensibilisiert, die Leitung wurde eingeschaltet. Mir wurde dabei deutlich, wie schnell Kinder Vertrauen fassen können und wie wichtig Schutzprozesse im Team und in der Einrichtung sind.
Nach einer krankheitsbedingten Unterbrechung nahm ich an einer Teamfortbildung teil. In der Einrichtung wurde ein digitales Verwaltungstool eingeführt, das schrittweise genutzt werden soll, um Mitarbeitende nicht zu überfordern. In der letzten Woche standen weitere Ausflüge an. Meinen Abschied wurde in der Gruppe ein wenig gefeiert mit Kuchen und Eis. Insgesamt habe ich in diesem Praktikum vor allem intensive Beziehungsarbeit im Alltag, die Bedeutung von Bewegung und geeigneten Rahmenbedingungen, Unterschiede in der Qualität von Ausflügen sowie Einblicke in Team- und Organisationsprozesse erlebt und wie suboptimale Kommunikation und Mismanagement Einfluss auf die.